auf Süß und Salzwasser Räuber
  DGzRS kommt zur Hilfe
 

Vom Sturm überrascht


DGzRS hilft der RubberDuck

Bericht, Fotos und Video von Cord Marco Brandt
vom Trollingteam RubberDuck


für meine Seite zur verfügung gestellt, ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals dafür.




Am 01.12.2007 wollten wir mit Thorsten und Marcel, zwei Arbeitskollegen von Lars, eine Angeltour in der Eckernförder Bucht machen. Der Wetterbericht sagte zwar eine steife Brise an, was dann aber kam, war alles andere als nur eine steife Brise. 





Gegen 8.30 Uhr haben wir in Eckernförde abgelegt und sind bis kurz hinter Surendorf die Südküste hoch gebratzt. Die Windvorhersage lag bei 5-6 Bft. Wir fuhren dann mit 2 Kn in Richtung Bülk die Stollergrundrinne entlang. 





Wir hatten noch nicht mal ganz aufgeriggt, da ging es auch schon los.
Thorsten und Marcel, die noch nie vorher auf einem Trollingboot waren, durften ab sofort für die nächsten 1,5 Stunden ununterbrochen die Fische an Bord holen. Keine Frage, der Dorsch war da! Wir konnten an diesem Tag keine Meerforelle fangen, was aber auch zur Nebensache werden sollte.
 
Um 11:30 wurde der Wind sehr schnell immer stärker und wir konnten kurzzeitig Böen von 10-11 Stärken aus SSW messen. Also schnellstens Ruten rein und umdrehen - ab nach Eckernförde zurück.

Der Seegang wurde mit dem Wind auch immer stärker und zurück nach Eckernförde mussten wir genau gegen die Welle fahren. Brecher über Brecher ging über uns hinweg. Das war kein Spaß mehr. 10 Minuten später sagte Torsten, dass wir Wasser im Boot hätten. Ich schaute auf den Boden: 10 Zentimeter Wasser in der Kajüte. Jetzt bloß keine Panik. Bei jeder Welle die über das Boot ging, schwappte ein Teil durch den Ankerkasten ins Boot und der Wind nahm immer noch zu.





Das ging also gar nicht. Also hieß es wieder umdrehen und mit der Welle in Richtung Bülk fahren, in die Abdeckung der Steilküste. Dann kam noch der Treibanker raus zur Bootsstabilisation. Dann haben wir uns um das Wasser im Boot gekümmert. Mit unserer elektrischen Benzinpumpe haben wir das Wasser aus der Kajüte wieder raus bekommen. Lars hat dann im Ankerkasten das Problem behoben: Seegras hatte die Abflüsse verstopft.
 
Dann kam ein Anruf von Lars Vater, der besorgt fragte ob wir etwa noch auf dem Wasser seien, da soeben im Radio eine Orkanwarnung durchgegeben wurde. Glücklicherweise waren wir noch nicht unter Wasser! Uns war schon ganz schön mulmig. Lars entschied nach der Meldung, sofort bei der DGzRS anzurufen, da das Wasserproblem mit der Aussicht auf einen Orkan keine gute Ausgangslage für eine sichere Rückkehr in den hafen war. Wir gaben Position und unser Problem durch und die Jungs teilten uns mit, dass Sie uns einen Kreuzer vorbeischicken würden. In 30 Minuten war dieser dann auch da.
 
Es war die "Berlin", in deren Heckwasser wir dann wieder mehr Fahrt aufnehmen konnten und die uns vor größeren Wellen schützte. Einige Zeit später gesellte sich dann auch noch das kleinere DGzRS-Boot "Bottsand" zu uns. 





Selbst als wir um die Ecke Bülk in Richtung Schilksee fuhren, wo wir dann wegen des Wetters anlegen wollten und hofften, ein wenig in die Windabdeckung zu kommen, hatten wir immer noch eine satte Welle.
Letztendlich sind wir dann sicher in Schilksee angekommen und haben uns bei den Jungs von der Bottsand noch mal herzlich bedankt. Die DGzRS ist einfach eine glatte 1!
Im Hafen von Schilksee durften unsere beiden Mitfahrer dann erstmal ihre gefangenen Fische verarzten, während das komplette Boot einmal ausgeräumt und weiteres Wasser gelenzt wurde.
 
Danke auch noch mal an Thorsten und Marcel, dass Sie bei Ihrer ersten Fahrt und den Problemen auch noch so ruhig bleiben konnten. Ich glaube, das alles hätte anders ausgehen können, wenn Lars und ich in Panik gezeigt geraten wären. Lustig war die Geschichte nicht!
 
Gruß und danke noch mal an alle Beteiligten!
Cord Marco Brandt


Fotos, Bericht und Video vom Team RubberDuck
Anmerkung von mir:

Da habt ihr wirklich nochmal Riesenglück gehabt. Mir wäre ganz schön anders geworden wenn wir 10 Zentimeter Wasser im Boot gehabt hätten.
 
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