auf Süß und Salzwasser Räuber
  Lachstrolling vor Bornholm 06
 

Lachstrolling vor Bornholm, Frühjahr 06

 

Ein Bericht von Olaf Hartmann vom Trollingteam Hartmann

 

Bornholm ist nicht nur für Meerforellenfischer eine Reise wert, die Lachsbestände rund um die Dänische Insel ziehen immer mehr Bootsangler an.
So auch meinen Vereinskameraden Olaf Hartmann der mir diesen Bericht für meine Seite zur verfügung gestellt hat (vielen Herzlichen Dank dafür Olaf), aber staunt selber........

 

 

 

Ein kurzer Bericht von unserem Bornholmurlaub (16.03 – 26.03):
 
 
 
Vor unserer Abfahrt informierten uns befreundete Teams.
Wir sollten nicht zu viel erwarten, kaltes Wasser und kalter Wind erwartete uns auf Bornholm.
Schneeschieber sollen wir mitbringen, sonst kommen wir nicht zum gemieteten Ferienhaus.
Am 16.03 um 13:00 Uhr trafen wir uns mit der Familie Brendel (TINA K.) in Puttgarden.
Um 20:00 Uhr waren wir auf Bornholm.
Auf dem Weg zum Ferienhaus blieb mein T4 im Schnee stecken und Joachim musste uns mit seinem Geländewagen aus der Wehe ziehen.
Am Ferienhaus kamen die Schneeschieber zu ihrem Einsatz.
Das Haus war klasse eingerichtet und an manchen Abenden saßen wir mit 10 Trollern zum Fachsimpeln oder zu gemeinsamen Essen zusammen.
Am 17.03 konnten wir nur die Boote slippen und im Hafen von Tejn festmachen, der Wind ließ keine Ausfahrt zu.
Das war´s dann aber mit dem Wind und wir konnten bis zum 25.03 fischen.
Unser Team bestand aus meinem Vater Peter, meinem Vereinskameraden Jörg Fagas und mir.
 
 
Am 18.03 fuhren wir Richtung NO, auf Angelplätze die wir 2004 erfolgreich befischt hatten.
Vormittags, 2 Bisse gleichzeitig auf die Downrigger, 120 u. 140 Fuß tief, beide Lachse gekeschert, 65 und 78cm lang.
Nachmittags 3 Bisse gleichzeitig, wieder Downrigger, 2 oben und einer unten.
Zwei Lachse gelandet, 93 und 96 cm, zwischen 9 u. 10 kg schwer einer ausgestiegen.
Leider war unsere Waage nicht ganz in Ordnung, die Gewichtsangaben sind deshalb wohl nicht ganz genau.
Einen großen Fisch verloren wir noch beim keschern.
Ein Drilling hatte sich von außen im Netz verhakt und das Gaffe lag leider nicht bereit.
Der Fisch drehte sich den Drilling raus und was weg.
Zu meiner Schande muss ich gestehen dass ich den Kescher geführt habe.
Vier Fische gefangen, am ersten Tag.
Super!

 


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Am 19.03 war mehr Wellengang und wir entschlossen uns erstmal unter Land, im Windschutz auf Meerforelle zu schleppen.
Kein Biss, kein Zupfer, der Wind ließ etwas nach, wir nahmen die Ruten auf und setzten um etwa 14:00 Uhr, bei 75m Wassertiefe wieder ein.
Das Risiko wurde belohnt.
Um 16:30 Uhr nahm der Wind wieder zu und wir mussten aufhören, aber da hatten wir schon 2 Lachse im Sack. Beide zwischen 80 und 90 cm lang, hatten auf die Inlineplanerruten gebissen. Eine war mit 35 Gramm und eine mit Big Jon Minidisk vorgebleit.

 


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Am 20.03 entschlossen wir uns direkt den Fangplatz des Vortages anzufahren.
Es sollte unser bester Tag werden.
Wir hatten im laufe des Tages 5 Bisse und fingen 3 super Lachse.
Alle Fische gingen auf die Sideplanerruten.
Einer über 90cm, die beiden anderen, 101cm und 104 cm lang, der größte wog etwa 12 kg.
Alle Erwartungen wurden an diesem Tag übertroffen.
Im Hafen angekommen stellten wir fest dass unser Boot das einzige war das im Norden gut gefangen hatte.
Bessere Fänge und Futterfischanzeigen wurden vor Svaneke gemeldet.
Die Tina K., Balik und Andre Fenske mit seinem neuen Boot Johanna wollten am nächsten Tag dort  angeln.

 


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21.03
Wir entschlossen uns mit den anderen vor Svaneke zu Fischen.
Kaum Wind und Sonnenschein, ein super Angeltag.
3 gleichzeitige Bisse auf die Downrigger am Vormittag.
2 Lachse gefangen, einer entkommen.
Gegen Mittag will ich den Köderfisch einer Downriggerrute kontrollieren und zupfe die Sehne aus dem Clip.
Als fast alle Schnur aufgenommen ist bekomme ich plötzlich kurz hinterm Boot einen Biss beim eindrehen. Das ist mir vorher noch nie passiert.
Ein Lachs hatte sich die sehr schnell eingedrehte Sprotte geschnappt.
3 Lachse, alle über 70 cm lang.
Wir waren mehr als zufrieden und schleppten ohne weitere Bisse Richtung Tejn um die Heimfahrt zu verkürzen und Kraftstoff zu sparen.
 
 
Am 22.03 fischten wir zusammen mit dem Team Balik (Andreas Liedke und Lutz Fitzner) auf den Fangplätzen vom 20.03. im Norden.
Beide Boote blieben ohne Fang.
Die Johanna und die Tina K. fuhren im Süden und beide Teams waren erfolgreich.
Fische bis 13 kg wurden gefangen.
Abends sagte der Wetterbericht eine Änderung der Windrichtung voraus, in Tejn war die Sliprampe wegen Erneuerung abgerissen worden und die Fänge im Süden der Insel waren gut.
Wir entschlossen uns den Hafen zu wechseln.
Am 23.03 wechselten wir nach Arsdale.
Ein guter kleiner Hafen mit vernünftiger Sliprampe.
Bis wir mit den Booten von Tejn nach Arsdale versetzt hatten und einen Liegeplatz organisiert hatten meldete Andre Fenske über Funk seine ersten Fänge.
Wir angelten zuerst erfolglos an dem Platz wo die Tina K. am Vortag noch 4 Lachse gefangen hatte.
Als Andre seinen vierten Fisch meldete versetzten wir.
Wir hatten noch gar nicht alle Ruten im Wasser als ein Sideplaner den Rückwärtsgang einlegte und eine Multi kreischte.
Das konnte nur ein guter Fisch sein.
Nach mehreren Fluchten kescherten wir einen Lachs von über einem Meter Länge und etwa 13 kg Gewicht.
Im Kescher war der Fisch den Haken los und wir entdeckten einen aufgebogenen Drilling.
Glück gehabt.
Einen weiteren Fisch verloren wir.


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24.03 Jörgs Pechtag vor Svaneke.
Das beste Angelwetter unserer Tour.
Auf unserem Boot versuchen wir die Fänge gerecht zu verteilen und wechseln uns nach jedem Drill ab.
Wir bekamen 3 Bisse gleichzeitig, 2 unten und einen am Sideplaner.
Mein Vater und ich landen unsere Lachse, Jörg verliert seinen nach kurzem Drill.
Beim nächsten Biss bekam er eine neue Chance.
Der Downrigger löste aus, die Rute krümmte sich und Jörg bekam die Rute kaum aus dem Rutenhalter.
Ein hin und her begann, was der Bremse der Billigmultirolle gar nicht gut bekam.
Die Bremse ließ sich immer schlechter einstellen, irgendwann richtete die Rute sich auf und Jörg schrie unanständige Worte.
50er Vorfach gerissen.
Den Fisch hätte ich gerne gesehen.
Wir wechselten die defekte Rolle aus und Jörg sollte seinen dritten Drill hintereinander erleben, wir sind ja Gastfreundlich.
Biss auf eine Sideplanerrute, kurz dran, Fisch weg.
„Alle guten Dinge sind Drei, jetzt ist Peter wieder dran!“: meinte Jörg.
Mein Vater fing noch einen super Lachs, 9,8 kg.
Der Wind drehte auf NO und am letzten Tag konnten wir nicht angeln.
 
Am Sonntag den 26.03 ging es zurück.
Ein toller Angelurlaub mit guten Freunden und schönen Fischen war leider vorbei.
 
 
Gruß Olaf Hartmann


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Bericht und Fotos von Olaf Hartmann
 
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